Monty Roberts war ihr Vorbild, seine Arbeit mit
Pferden ihre Quelle der Inspiration. Jan Fennell hat die Methoden des
»Pferdeflüsterers« für Hunde adaptiert. Wie Roberts geht es ihr nicht darum, gewaltsam
den Willen der Tiere zu brechen, sondern mit Blick auf die Instinkte und das
Rollenverhalten der Vierbeiner mit ihnen zu kommunizieren. Unterhaltsam und anrührend
beschreibt Englands erfolgreichste Hundetrainerin, wie sie arbeitet, »Problemhunde«
therapiert und was die besondere Beziehung zwischen Mensch und Hund ausmacht.
eine von vielen Rezessionen bei Amazon:
Gottseidank ist dieses Buch nicht wissenschaftlich geschrieben, denn davon gibt es
genug auf dem Markt. Für dieses Buch gilt auf jeden Fall "Wer heilt, hat recht"
auch wenn er kein Wissenschaftler ist und gerade weil Frau Fennell eine einfache Frau mit
viel Erfahrung ist, ist dieses Buch so lesenswert.
Wer schnell mit seinem Hund zurecht kommen möchte und schon vorher etwas
Hundeerfahrung gesammelt hat, für den ist dieses Buch genau das richtig für die Praxis.
Auch ist dieses Buch sehr korrekt in die wichtigsten Kapitel unterteilt, sodaß man auch
später schnell mal etwas nachschauen kann.
Sie hat sich außerdem viele Filme über Wölfe und ihre Rangordnung angesehen und dann
das Verhalten auf die Hunde übertragen. Der Instinkt des Hundes ist nach wie vor von
seinem Stammvater geprägt, dem Wolf. Und trotzdem sich die Wissenschaft bemüht, dieses
derzeit in Frage zu stellen, hat eine einfache Frau erkannt, daß die Verhalltensweisen
direkt auf den Hund übertagbar sind.
Ihre Methoden sind so einfach, aber gerade deshalb so wirkungsvoll.
Wir haben selbst einen Hund, der als wilder Hund aufgewachsen ist und 3 Jahre in der
freien Natur überleben mußte, bevor er zu uns kam. An unserem Hund kann ich am besten
sehen, daß das, was Fr. Fennell sagt wirklich stimmt. Da unser Hund kein Zuchthund ist,
der von Anfang an vom Menschen "verbildet" wurde, sondern ein Hund, der noch
ganz natürlich reagiert, kann man z.B. auch sehen, daß Hunde eben nicht unbedingt immer
Rudeltiere sind. Fr. Fennell beschreibt dies sehr anschaulich.
Hier ein Beispiel: Unser Hund geht anfangs sehr weit um ein ihm nicht bekanntes Rudel
herum, genauso wie es der Wolf macht.
Viele Hundebesitzer erwarten aber daß ihr Hund zwangsläufig auf andere Hunde zustürmen
sollte und spielen sollte, weil sie dieses als die richtige Verhaltensweise ansehen. Dass
gerade dieses völlig unnatürlich ist, beschreibt Fr. Fennell sehr schön und genau
richtig, und auch die sonstigen Beschreibungen decken sich mit unseren eigenen
Erfahrungen.
Unerfahrene Hundehalter werden mit diesem Buch von Anfang an genau in die richtige
Richtung geführt. Vor allem aber werden sie über unsinnige und völlig überholte
Hundeerziehungsmaßnahmen, die unsere Väter leider noch bei unseren Hunden vor eingen
Jahrzehnten praktizierten, aufgeklärt.
Anhand von Fallbeispielen aus der eigenen Erfahrung der Autorin wird sehr anschaulich
gezeigt, wie man es richtig und besser machen kann. Vor allem aber hundegerecht und
liebevoll konsequent.
Ignorieren ist das wirksamste Mittel in der Hundeerziehung und Zuwendung geben, wenn es
der Hundebesitzer angebracht findet und zum richtiten Zeitpunkt. Vor allem aber positive
Bestärkung und Belohnung über Leckerlis hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet und
kann auch von ungeübten Lesern schnell in die Praxis umgesetzt werden.
Alles in allem ein tolles Buch, daß die wichtigsten Dinge bei der Hundeerziehung
beschreibt und überwiegend auf eigenen Erfahrungen basiert. Für manche Fachleute
vielleicht ungewöhlich leicht und einfach geschrieben, aber durchaus sehr wirkungsvoll
fomuliert.
Jan Fennell erzählt ihre persönlichen Erfahrungen so locker leicht, daß es jeder
sofort anwenden kann. Und gerade das macht dieses Buch so wertvoll. Die Einfachheit der
Formulierungen und die humorvolle Art des Erzählens, gepaart mit Umgangssprache, hat mir
sehr gut gefallen.
Daß vieles in diesem Buch oft wiederholt wird und gefestigt wird, hat durchaus seinen
Sinn, denn durch das Wiederholen der Denkansätze schafft es Frau Fennell, daß einem das
Grundprinzip des "Amichien Bonding" fest und unauslöschlich im Gedächtnis
bleibt. >Nichts anderes machen wir täglich bei unseren Hunden< Üben, trainieren
und wiederholen, damit das Gelernte im Gedächtnis bleibt.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen und hoffe, daß Sie das
Geschriebene voll und ganz in die Praxis umsetzen. Sie werden dann bald feststellen, wie
leicht es ist, mit dem eigenen Hund zu kommunizieren.